Bigeminus auf dem Apple Watch EKG: Bedeutung und was zu tun ist
Ein Bigeminus ist ein sich wiederholendes Muster, bei dem jeder zweite Herzschlag eine Extrasystole ist. Das Herz wechselt ab: ein normaler Schlag, ein früher Schlag, ein normaler Schlag, ein früher Schlag und so weiter. Der Name leitet sich vom Lateinischen für „Zwilling“ ab, da jeder normale Schlag mit einer Extrasystole gepaart ist.
Die Extrasystole kann entweder eine VES (mit Ursprung in den unteren Herzkammern) oder eine SVES (mit Ursprung in den oberen Herzkammern) sein. ECG+ erkennt, um welchen Typ es sich handelt, und kennzeichnet das Muster entsprechend.
VES-Bigeminus auf dem Apple Watch EKG
Beim VES-Bigeminus ist jeder zweite Schlag eine ventrikuläre Extrasystole, breiter und ausgeprägter als die umliegenden normalen Schläge. Trotz des durchgehend abwechselnden Musters spüren viele Menschen überhaupt nichts oder bemerken nur ein anhaltendes, leichtes Flattern.
SVES-Bigeminus auf dem Apple Watch EKG
Beim SVES-Bigeminus ist jeder zweite Schlag eine supraventrikuläre Extrasystole. Der frühe Schlag sieht im EKG einem normalen Schlag ähnlicher aus, mit schmalerem QRS-Komplex, oft mit einer leicht abweichenden P-Welle, aber er tritt früh auf und durchbricht den regelmäßigen Rhythmus.
Wie sich ein Bigeminus anfühlt
Viele Menschen mit einem Bigeminus spüren nichts. Wenn Symptome vorhanden sind, sind es meist:
- Ein anhaltendes Flattern oder ein unregelmäßiges Gefühl in der Brust
- Das Gefühl, dass sich das Herz „verdoppelt“ oder wiederholt aussetzt
- Gelegentlich leichte Müdigkeit oder ein bewusstes Wahrnehmen des Herzschlags
Da die Extrasystolen so regelmäßig auftreten, empfinden manche Menschen einen Bigeminus als auffälliger als gelegentliche einzelne VES oder SVES.
Ist ein Bigeminus gefährlich?
Für die meisten Menschen ist ein Bigeminus harmlos. Er wird häufig bei Menschen mit gesunden Herzen beobachtet und teilt oft dieselben Auslöser wie einzelne VES und SVES: Koffein, schlechten Schlaf, Stress, Alkohol und Flüssigkeitsmangel. Diese Auslöser zu entfernen, reduziert oder beseitigt das Muster oft.
Ein anhaltender Bigeminus sollte gegenüber einer Ärztin oder einem Arzt erwähnt werden, besonders wenn er Symptome verursacht oder zusammen mit einer Veränderung Ihres Befindens aufgetreten ist. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann ihn im Kontext beurteilen und entscheiden, ob weitere Untersuchungen nötig sind.
Was als Nächstes zu tun ist
- Machen Sie Aufzeichnungen zu verschiedenen Zeiten, um zu sehen, ob das Muster konstant ist oder kommt und geht.
- Notieren Sie etwaige Auslöser: Koffein, Alkohol, Schlafqualität, Stress und ob der Bigeminus zusammen mit ihnen auftritt.
- Teilen Sie es mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über den PDF-Export von ECG+, wenn das Muster anhält oder Symptome verursacht.
Häufig gestellte Fragen
Kann die Apple Watch einen Bigeminus erkennen?
Die Apple Watch EKG-App klassifiziert nur den Gesamtrhythmus und kennzeichnet keinen Bigeminus. ECG+ analysiert die Aufzeichnung, um das abwechselnde Muster aus einem normalen Schlag und einer Extrasystole zu erkennen, und kennzeichnet es als VES- oder SVES-Bigeminus.
Ist ein Bigeminus gefährlich?
Für die meisten Menschen ist ein Bigeminus harmlos und wird häufig bei gesunden Herzen beobachtet. Er teilt dieselben Auslöser wie einzelne Extrasystolen, etwa Koffein, Stress, schlechten Schlaf, Alkohol und Flüssigkeitsmangel. Ein anhaltender Bigeminus oder ein Bigeminus mit Symptomen sollte gegenüber einer Ärztin oder einem Arzt erwähnt werden.
Was verursacht einen Bigeminus?
Häufige Auslöser sind Koffein, schlechter Schlaf, Stress, Alkohol und Flüssigkeitsmangel. Diese Auslöser zu entfernen, reduziert oder beseitigt das Muster oft.
Kann ein Bigeminus von selbst verschwinden?
Ja. Ein Bigeminus kommt und geht oft, und er legt sich häufig, wenn Auslöser wie Koffein oder Schlafmangel angegangen werden.